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HSDPA und die ProviderInhalt
HSDPA und die ProviderGrundsätzlich müssen die Provider einen nicht unerheblichen Aufwand betreiben, um das bestehende UMTS-Netz HSDPA-fähig zu machen. Deshalb ist der Ausbau des Netzes auch in unterschiedliche Phasen aufgeteilt, die in den Jahren 2006-2008 realisiert werden sollen. Ein wesentlicher Punkt im Ausbau ist die kontinuierliche Erhöhung der maximalen Download-Geschwindigkeit im Vergleich zum herkömmlichen UMTS, wie in der folgenden Tabelle gezeigt wird.
Ausbau von HSDPA in DeutschlandFür die Provider ist es von Bedeutung, aus welcher Generation die UMTS-Basisstationen stammen. Nur die ältesten Stationen müssen komplett getauscht werden, während bei jüngeren ein einfaches Software-Upgrade ausreicht, um diese HSDPA-fähig zu machen. Der wichtigste Kostenfaktor aber ist die Erweiterung des Backbone-Netzes, um die zwangsläufig ansteigenden Datenmengen bewerkstelligen zu können. Ein sog. Backbone-Netz (engl. Backbone = Rückrat) verbindet - einfach formuliert - die UMTS-Basisstationen miteinander, um u.a. die Daten von einem Nutzer zum anderen übertragen zu können. Der Begriff "Backone-Netz" ist in der Netzwerkwelt ein allgemein gültiger Begriff. Ausbaustufe 1Die Provider Vodafone und T-Mobile führten im Jahr 2006 als erste Provider in Deutschland HSDPA ein. Am Anfang war die Hoffnung da, dass man damit eine mobile Variante von DSL schaffen kann, aber zumindest in der ersten Ausbaustufe waren die Geschwindigkeiten dafür noch zu gering. Die maximal mögliche Geschwindigkeit von 1,8 MBit/s wird ein starkes Funksignal benötigt. Ausbaustufe 2Ein Jahr später wurde in der zweiten Ausbaustufe die Download-Rate auf 3,6 MBit/s gesteigert und mit der Einführung von HSUPA konnte die maximale Geschwindigkeit in die Gegenrichtung auf 1,45 MBit/s erhöht werden. Eine weitere wichtige Komponente war die Verringerung der Latenzzeit (= Verzögerungszeit), die im wesentlichen dadurch erreicht wurde, dass die Verwaltung der HSDPA-Übertragung von den Funknetz-Controllern in die Basisstationen verlegt wurde. Dadurch fiel die Latenzzeit zwischen Node B und RTS weg, wodurch die Zeitwerte verringert werden konnten. Ausbaustufe 3Nach bisherigen Kenntnisstand soll diese Stufe im Laufe des Jahres 2008 umgesetzt werden. Damit sollen die Geschwindigkeiten auf maximal 7,2 MBit/s in Download-Richtung und in Upload-Richtung auf 2,8 MBit/s bzw. 4,3 MBit/s erhöht werden. Die Fähigkeiten der Hardware, die beim Netzausbau zum Einsatz kommt, sind von Hersteller zu Hersteller stark unterschiedlich. Bezüglich der Maximalgeschwindigkeiten geben die Ausrüster stark unterschiedliche Werte an. Die Werte in Tabelle 3 dieser Dokumentation sind deshalb auch nur Näherungswerte und keine verbindliche Angabe. Zusätzlich gilt - unabhängig von der Ausbaustufe - die Einschränkung, dass die höchsten Datenraten nur in einer relativ engen Umgebung zur Basisstation erreicht werden. Je weiter sich das Endgerät von der Basisstation entfernt, desto geringer sind die Übertragungsgeschwindigkeiten. Aktueller Stand bei den Providern in DeutschlandDie folgenden Informationen beziehen sich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Einführung - Juli 2008. T-MobileDieser Provider hat sein komplettes UMTS-Netz in Deutschland auf HSDPA umgestellt. Flächendeckend sind hier Übertragungsraten von bis zu 3,6 MBit/s möglich. In Ballungszentren mit hohem Datenverkehrsaufkommen hat T-Mobile bereits begonnen, HSDPA auf bis zu 7,2 MBit/s auszubauen. VodafoneEnde 2007 stand bei diesem Provider HSDPA für 80% der Bevölkerung zur Verfügung. Im gesamten Netz bietet Vodafone eine maximale Geschwindigkeit von 3,6 MBit/s an und an ausgewählten Orten beträgt die Geschwindigkeit bereits 7,2 MBit/s. O2Dieser Provider bietet seit 2006 HSDPA in den Städten München, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Braunschweig und Köln an. Bis Ende 2008 soll der bundesweite Ausbau von UMTS inkl. HSDPA abgeschlossen sein. Der Provider fährt dabei zweigleisig, den HSDPA soll nur in Ballungszentren angeboten werden, während man sich in den ländlichen Gebieten auf EDGE (= Enhanced Data Rates for GSM Revolution) beschränken will. E-PlusEnde 2009 hat E-Plus nach langem Verneinen nun doch angekündigt den Ausbau seines HSDPA-Netzes voran zu treiben. Mit ersten Angeboten ist vermutlich mitte 2010 zu rechnen. Weitere InfosFolgend haben wir Ihnen eine Reihe Links zusammen gestellt unter denen Sie sich über den jeweiligen Ausbaustatus der einzelnen Provider informieren können: Inhalt
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