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Was ist UMTS?
Inhalt
- Einführung
- Technische Voraussetzungen
- Nachteile von UMTS
- UMTS Netzabdeckung/Verfügbarkeit
Die Datenübertragung beim GSM-Standard wird nicht nur über die Nutzung von unterschiedlichen Frequenzen, sondern oft auch über das Zeitmultiplexverfahren TDMA (Time Division Multiple Access) realisiert. Hierbei ist es möglich, dass sich mehrere Geräte einer Frequenz bedienen, zur Datenübertragung aber nur kurze Zeitschlitze zur Verfügung stehen. Anders UMTS: Die Grundlage dieser neuen Technik bildet das sogenannte W-CDMA-Verfahren (Wideband Code Division Multiple Access), durch das alle Teilnehmer eines Funknetzes sowohl den gleichen Frequenzbereich, als auch den gleichen Zeitpunkt zur Datenübertragung nutzen können. Die Abstimmung zwischen Sender und Empfänger wird über Spreizcodes realisiert, die die einzelnen Kanäle voneinander trennen und so eine dynamische Aufteilung der gesamten Bandbreite garantieren. Im UMTS-Standard finden derzeit zwei Betriebsarten eine Anwendung, nämlich der FDD-Modus (Frequency Division Duplex) - hier werden zwischen dem Mobilfunkgerät und der Basisstation zwei separate Kanäle zur Datenübertragung aufgebaut - und der TDD-Modus (Time Division Duplex), wobei letzterer im flächendeckenden Netzausbau nur eine untergeordnete Rolle spielt. Inzwischen verfügen UMTS-Netze in Deutschland mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) zudem über entscheidende technische Erweiterungen. Diese ermöglichen durch verbesserte Modulations- und Codierungsverfahren eine deutlich höhere Datensende- bzw. Datenempfangsrate, sodass je nach Netzausbau schon heute Übertragungsraten von bis zu 7,2 MBit/s möglich sind - Geschwindigkeiten im Bereich von DSL-Verbindungen.
Die Nutzung des neuen UMTS-Standards hängt grundsätzlich von zwei Komponenten ab. Dazu gehört zum einen die Netzabdeckung, die in dicht besiedelten Gebieten wie den Innenstädten meist gewährleistet, in anderen Regionen hingegen noch nicht vorhanden ist. Zudem sind die tatsächlichen Übertragungsraten abhängig von technischen Stand der UMTS-Netze. Zum anderen wird für den Einsatz des neuen Mobilfunkstandards ein passendes Endgerät benötigt, gleich ob klassisches Mobiltelefon, Smartphone oder Laptop (hierfür sind allerdings spezielle Karten oder USB-Sticks notwendig) bis hin zum heimischen PC. Grundsätzlich ist UMTS für Benutzer relevant, die die multimedialen Optionen des mobilen Internets nutzen und größere Datenmengen senden oder empfangen wollen. Welche Möglichkeiten bietet UMTS nun genau? Durch den Breitband-Internetzugang lassen sich viele Dinge bequem von unterwegs erledigen, sei es das Abrufen von E-Mails, Videos oder Radiosendungen, das Tätigen von Banktransaktionen oder schlicht das Surfen im World Wide Web - einige Funktionen waren bereits im GSM-Standard möglich, können durch UMTS aber wesentlich schneller realisiert werden. Auch für das mobile Fernsehen, Spiele oder Telematik-Dienste schafft die neue Technik eine Vielzahl neuer Multimedia-Anwendungen. Insbesondere das Herunterladen von Video- und Musikdateien könnte eine zukunftsweisende UMTS-Funktion darstellen, wenngleich das Benutzerinteresse an derartigen Diensten noch abzuwarten bleibt.
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