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Was ist UMTS?
Inhalt
- Einführung
- Technische Voraussetzungen
- Nachteile von UMTS
- UMTS Netzabdeckung/Verfügbarkeit
Der zögerliche Start der neuen Mobilfunkgeneration hat eines deutlich gemacht: Trotz immenser Fortschritte innerhalb der mobilen Internetnutzung scheinen mit der UMTS-Technik erhebliche Nachteile verbunden zu sein. Die hohen Kosten für die Lizenzen und den Netzaufbau haben starke finanzielle Belastungen für die Mobilfunkbetreiber hinterlassen. Dies führt einerseits dazu, dass der flächendeckende Ausbau der Netze in weniger lukrativ erscheinenden Regionen nur zögerlich in Angriff genommen wird. Andererseits müssen die Benutzer damit rechnen, dass sich diese Kosten letztlich in den UMTS-Tarifen ihres Netzbetreibers widerspiegeln. Derzeit gibt es eine wahre Fülle an Angeboten, reichend von der monatlichen volumenbegrenzten oder volumenunbegrenzten Flatrate bis hin zur flexiblen Abrechnung pro Nutzungstag - aufgrund der relativ hohen Verbindungspreise lohnt in jedem Fall ein ausgiebiger Vergleich. Richtig teuer wird es erst, wenn UMTS im Ausland verwendet wird, vor allem dann, wenn der ausländische Netzbetreiber keinen Partner-Vertrag mit dem deutschen Mobilfunkunternehmen hat. Insbesondere die Europäische Union zeigt sich derzeit bemüht, diese anfallenden Roaming-Gebühren der Mobilfunkbetreiber deutlich zu senken. Ein weiteres Manko der neuen UMTS-Technik stellt mit Sicherheit die tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit dar: Nicht überall sind die Netze mit HSDPA oder HSUPA ausgestattet, zudem bedingen Faktoren wie die Teilnehmerzahl innerhalb des Funknetzes oder der Reichweite des Senders die Datenübertragungsrate entscheidend - die oftmals von den Mobilfunkanbieters beworbenen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit/s werden nur in wenigen Regionen erreicht.
Ist UMTS nun die Revolution in der mobilen Datenübertragung? Fest steht, dass viele Nutzer das Handy nicht mehr ausschließlich zum Telefonieren oder zum Versenden von Kurzmitteilungen verwenden, sondern sich vielfältiger multimedialer Möglichkeiten - insbesondere den Austausch größerer Datenmengen - bedienen wollen. Diesem Wunsch kommen die neuen UMTS-Netze gegenüber dem bisherigen GSM-Standard sicherlich nach. Fest steht aber auch, dass die tatsächlich erreichten Geschwindigkeiten noch keine echte Alternative zum klassischen DSL-Anschluss am heimischen PC darstellen. Es bleibt ferner abzuwarten, ob die hohen Kosten für den Lizenzerwerb und Netzaufbau durch das Interesse der Nutzer an den vielfältigen multimedialen Angeboten auch gerechtfertigt werden. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten gilt UMTS inzwischen als unverzichtbarer Bestandteil der neuesten Mobilfunktechnik. Und doch - die eigentliche Revolution in der Datenübertragung könnte mit der Entwicklung des LTE-Standard (Long Term Evolution) stattfinden, der in wenigen Jahren den Markt erobern soll. Auch bekannt als HSOPA (High Speed OFDM Pacet Access) oder Super 3G, könnten sich durch diese neue Technologie viele interaktive Applikationen - unter anderem TV - bieten, vor allem aber die revolutionäre Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung im dreistelligen Mbit/s-Bereich.
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